Staunässe in Pflanzgefäßen verhindern

Wie du deine Pflanzen ohne nasse Füße aufziehst

Wenn du schon mal an Tauwetter in unangemessenem Schuhwerk draußen unterwegs warst, dann weißt du wie unangenehm sich nasse Füße anfühlen können. Für die Pflanzen im heimischen Pflanzgefäß sind nasse Füße über längere Zeit lebensbedrohlich – und die können nicht einfach Zuhause Ihre Schuhe ausziehen. Da den Wurzeln bei Staunässe kein Sauerstoff zur Verfügung steht, können diese kurzfristig keine Nährstoffe mehr aufnehmen und nach einer Weile sogar absterben. Eine zu hohe Feuchtigkeit im Blumentopf führt also paradoxerweise langfristig dazu, dass die Pflanze keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann und eingeht.

Wie können Schäden durch Staunässe verhindert werden?

Die Ursache für sich anstauende Feuchtigkeit in Pflanzgefäßen ist eine Wasserzugabe, die den Bedarf der im Gefäß befindlichen Pflanzen übersteigt. Je nach Standort der Pflanzen lassen sich unterschiedliche Gründe hierfür identifizieren.

Staunässe bei Indoor-Pflanzen

Im Innenbereich existiert nur ein gewöhnlicher Grund für entstehende Staunässe: Zu häufiges Blumengießen! Um den Pflanzen nicht mehr Wasser zur Verfügung zu stellen als diese benötigen, bietet es sich an vorab die Feuchtigkeit der Erde im Pflanzgefäß zu überprüfen. Fühlt die Erde sich noch feucht an, so braucht in der Regel auch noch nicht wieder gegossen werden.

Die händische Kontrolle der Erdfeuchtigkeit ist im Innenbereich besonders wichtig, da Pflanzgefäße hier normalerweise nicht über einen Wasserablauf – der die Entstehung von Staunässe erschweren würde – verfügen. Je nach Beschaffenheit des verwendeten Gefäßes gibt es aber auch im Indoor-Bereich Möglichkeiten der Arbeitserleichterung.

Pflanzgefäße mit Drainagesystem sind in der Lage die Wasserzufuhr der Pflanzen zu regulieren. Nicht sofort durch die Erde aufgenommenes Wasser gelangt nach dem Gießen so in ein am Gefäßboden befindliches Wasserreservoir, in dem es gespeichert wird. Nimmt die Erdfeuchtigkeit in der darauf folgenden Zeit ab, so können Pflanzen ihren Wasserbedarf eine Weile aus dem Wasserspeicher decken und die notwendige Gießhäufigkeit verringert sich.

Es empfiehlt sich außerdem die Anwendung eines Wasserstandsanzeigers, über den das Blumengießen mit seiner emotionalen Natur deutlich wissenschaftlicher angegangen werden kann.


Staunässe bei Outdoor-Pflanzen

Für Pflanzgefäße im Außenbereich gilt grundsätzlich das gleiche wie für Indoor-Gefäße – mit der Ausnahme, dass das Wasser hier oft aus dem Gefäß entweichen darf ohne Schaden anzurichten. Es sollte deshalb darauf geachtet werden, dass Pflanzkübel oder Blumentöpfe über einen Wasserablauf verfügen. Die Entstehung von Staunässe kann so größtenteils verhindert werden.

Im Außenbereich kann es für Pflanzen allerdings zu Problemen durch langanhaltenden Regenfall kommen, da das Wasser eventuell nicht schnell genug ablaufen kann. Gut ist es, wenn man die Pflanzen in diesem Fall überdacht stellen kann. Um das zu vereinfachen, kann an Stelle eines konventionellen Untersetzers beispielsweise ein Rollbrett benutzt werden. 


Bildnachweis: Pixaby/Maret Hosemann