Stacheldrahtpflanze richtig pflegen und vermehren

Die Stacheldrahtpflanze (Calocephalus brownii) ist unter den Herbstpflanzen für den Balkon mittlerweile genauso bekannt wie die Heiden oder Chrysanthemen und darf in keinem Blumenkasten oder -topf mehr fehlen. Doch woher kommt diese bizarre, strauchige Pflanze und was für Anforderungen hat sie? Das und noch mehr erfahrt ihr hier. .

© floradania.dk

Woher kommt die Stacheldrahtpflanze? Was sind ihre Eigenschaften?

Calocephalus brownii, auch Stacheldrahtpflanze oder Silberkörbchen genannt, kommt von den Felsen und Dünen Australiens und gehört zur Familie der Asteraceae, so wie das Gänseblümchen oder die Margeriten. Ihren Namen hat sie von den zickzackartig angeordneten, silber-grauen Zweigen, welche an einen Haufen Stacheldraht erinnern. Keine Sorge: Starr und stachelig ist sie jedoch nicht. Im Sommer bekommt die Pflanze gelegentlich kleine, gelbliche Blüten, die sehr unscheinbar sind, weshalb sie auch eher für ihre Struktur bekannt ist.

Welchen Standort benötigt Calocephalus brownii?

Um optimal leben und wachsen zu können, benötigt die Stacheldrahtpflanze einen lockeren und sandigen Boden. Eine torffreie Blumenerde ist gut geeignet oder eine andere, torffreie Erde, welche mit etwas Sand oder Tongranulat vermischt wird. Ihr Standort sollte sonnig bis halbschattig sein, aber keine direkte Mittagssonne abbekommen.

Die Stacheldrahtpflanze lässt sich im Winter schön mit Christrosen kombinieren © Natalia Greeske/ Shutterstock.com.com

Wofür kann die Stacheldrahtpflanze verwendet werden?

Calocephalus brownii macht sich sowohl einzeln in Töpfen, als auch in herbstlichen Arrangements in Balkonkästen mit anderen Blühpflanzen gut. Auch für die Bepflanzung eines Beetes ist sie geeignet, dort sollte allerdings im Winter auf einen entsprechenden Schutz geachtet werden. Ebenfalls begeistert sie in Steingärten, Heidebeeten oder Grabbepflanzungen. Abgeschnittene Zweige können auch gut in herbstliche und winterliche Dekorationen eingearbeitet werden, beispielsweise Kränze oder Tischgestecke.

Wie pflege ich die Stacheldrahtpflanze?

Calocephalus brownii sollte regelmäßig, aber mäßig gegossen werden und eher trockener als nass stehen. Komplett austrocknen sollten die Wurzeln jedoch nie. Auch Staunässe verträgt die Pflanze nicht gut. Gedüngt werden kann sie in der Wachstumsperiode von April bis September alle 4 bis 8 Wochen mit einem geeigneten organischen oder mineralischen Dünger. Einen radikalen Rückschnitt benötigt die kugelig wachsende Pflanze nicht, weshalb, nach Bedarf, nur einzelne vertrocknete Stellen entfernt werden sollten, um ihr nicht zu schaden.

Wie kann Calocephalus brownii  vermehrt werden?

Wenn die Stacheldrahtpflanze vermehrt werden soll, funktioniert dies am einfachsten über Stecklinge. Dafür wird am besten im Frühjahr ein 6 bis 8 cm langer, frischer Trieb von der Stammpflanze abgeschnitten und mit der Schnittstelle nach unten in Erde gesetzt. Nach 4 bis 8 Wochen entwickeln sich daran die ersten Wurzeln und einige Zeit darauf beginnt der Steckling zu wachsen und neue Zweige zu bilden.

Häufige Pflanzenkrankheiten und Schädlinge an der Stacheldrahtpflanze

Sie ist sehr robust und daher nicht anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Durch einen falschen Platz und die falsche Pflege kann es nichtsdestotrotz, wie bei allen Pflanzen, zu Schäden wie Wurzelfäule oder Austrocknung kommen.

Im Herbst lässt sich Calocephalus mit Zierpaprika kombinieren © floradania.dk

Ist die Stacheldrahtplanze giftig?

Zur Giftigkeit dieser Pflanze sind keine Angaben bekannt, welche sie eindeutig bestätigen oder widerlegen. Deshalb sollte mit ihr lieber vorsichtig umgegangen werden, um weder Mensch noch Tier zu gefährden.

Ist Calocephalus brownii  winterhart?

Nein, bei Temperaturen unter 5 Grad ist sie nicht winterhart und sollte deshalb von November bis April bei 5 bis 10 Grad überwintert werden. Dazu eignet sich eine windstille Ecke auf dem Balkon oder eine Stelle am Fenster oder der Hauswand. Im Beet sollte sie mit Laub oder Reisig abgedeckt werden. Möchte man die Stacheldrahtpflanze nur für ein Jahr auf seinem Balkon haben, kann man sie auch über den Winter bis in das Frühjahr in den Kästen oder Töpfen belassen. Die tiefen Temperaturen lassen die Pflanze zwar langsam absterben, aber ihre Optik bleibt dabei noch etwas erhalten.