Katzen in der Balkonsaison: Welche Pflanzen sind giftig und welche ungiftig?

Katzen in der Balkonsaison: Welche Pflanzen sind giftig und welche ungiftig?

Die Balkonsaison nähert sich mit großen Schritten, die Tage werden länger und die Sonne grinst ab und zu zwischen der dicken Wolkendecke hervor und schenkt uns ein paar warme Strahlen. Nicht nur für uns beginnt die Balkon- und Gartensaison, nein- auch bei unseren Stubentigern werden die Frühlingsgefühle geweckt. Höchste Zeit herauszufinden, welche Balkonpflanzen für unsere Lieben giftig und welche schmackhaft und bekömmlich sind. Hierauf sollten Sie als Katzenbesitzer lieber verzichten: Generell gilt, dass die Wirkung der für die Katze giftigen Pflanze abhängig von der zu sich genommenen Menge ist. Dabei variiert es sehr stark von Gewächs zu Gewächs, welche Mengen sich als tatsächlich unbekömmlich und damit als giftig auswirken. Tulpen und Narzissen: Diese beim Menschen beliebten Frühlingsblumen sind bei Katzen leider alles andere als beliebt. Gefährlich sind hierbei vor allem die Zwiebeln, die Brechkrämpfe und Magenkrämpfe bei unseren Stubentigern auslösen können. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum Atemstillstand kommen. Alpenveilchen: Ähnlich sieht es mit dem allseits bekannten rosaroten Alpenveilchen aus. Hier ist es besonders die Knolle, die als unbekömmlich gilt und zu Brechdurchfällen und Magenbeschwerden führen kann. Eine hohe Dosis kann auch hier zu Atemstillstand und Herz-Kreislauf-Versagen führen. Primeln: Besonders beliebt und eine kunterbunter Farbenpracht im Frühling sind Primeln. Dabei gelten der Kelch und der Blütenstiel als besonders giftig. Der hierin enthaltende Wirkstoff Primin ist ein Kontaktallergen, welches bereits bei der Berührung der Drüsenhaare zu Entzündungen und Reizungen bis hin zu Pusteln auf der Haut führen kann. Wird die Primel gefressen, kann sich die Vergiftung bei unseren Stubentigern durch Erbrechen, Durchfall sowie Rötungen der Mundschleimhaut äußern. Wandelröschen: Die sich während der Blütezeit verändernden Wandelröschen sind nicht ohne Grund sehr beliebt auf unseren Balkonen. Dennoch ist für Sie als Katzenhalter Vorsicht zu gewahren. Die Giftstoffe sind in allen Pflanzenkomponenten enthalten, besonders stark jedoch in den dunkelschwarzen Früchten, die sich ab September bilden. Dabei wirkt das Gift „phototoxisch“. Vergiftungssymptome treten durch das Zusammenspiel mit Sonneneinstrahlung auf und zeigen sich durch Gelbfärbung der Schleimhäute (Leberschädigung), Verstopfung, Lichtempfindlichkeit aber auch Hautausschlägen. Geranien: Mit über 400 verschiedenen Geranienarten erfreuen sich viele Balkone an ihrer vielfältigen Farbenpracht. Besonders für Nagetiere wie Hamster, Meerschweinchen und Kaninchen sind sämtliche Bestandteile der Pflanze giftig. Bei unseren vierbeinigen Samtpfoten gehen hingegen die Meinungen auseinander. Um sicherzugehen sollten Sie jedoch auch hier auf die Anschaffung verzichten und auf die ungiftigen Alternativen zurückgreifen. Die Liste ließe sich noch lange weiterführen, denn leider ist der Großteil unserer Zierpflanzen als giftig einzuordnen. Hier finden Sie noch weitere giftige Balkonpflanzen für Ihren Stubentiger:
  • Lilien
  • Krokusse
  • Hortensien
  • Vanilleblumen
  • Christrosen
  • Oleander
Bei der Gestaltung Ihres Balkons sollte somit auf jeden Fall sichergestellt werden, dass die von Ihnen auserwählten Pflanzen und Blumen für Ihre Tiere ungefährlich sind, so dass alle gemeinsam einen wunderbaren Sommer genießen können. Unser Tipp für Ihren Balkon: Sie wollen nicht auf die blühende Farbenpracht auf Ihrem Balkon verzichten? Blumenampeln können helfen, Ihre Blumenwünsche und die Gesundheit Ihrer Katze miteinander zu vereinbaren. Durch die hängende Blütenpracht wird sichergestellt, dass Ihre Kätzchen nicht an die giftige Pflanzenpracht herankommen und eine Vergiftung ausgeschlossen wird.

Unbeschwertes Katzenleben auf Ihrem Balkon

Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl an Pflanzalternativen, die auch Katzenliebhaber bedenkenlos auf Ihren Balkon oder Ihren Garten einziehen lassen können. Küchenkräuter: Ob Melisse, Thymian, Petersilie, Basilikum, Dill, Kerbel, Minze, Majoran oder Salbei. Jegliche Küchenkräuter sind auch für Ihren Vierbeiner ungefährlich und sorgen neben betörenden Düften auch für eine grüne Fülle auf Ihrem Balkon sowie für ganz besondere Köstlichkeiten in Ihrer Küche. Katzengras: Katzengräser wie beispielsweise Getreideschösslinge aus Weizen, Roggen, Gerste und Hafer sind einfach in der eigenen Züchtung und gleichzeitig frei von Bioziden und Pestiziden. Katzengras unterstützt Katzen dabei, heruntergeschlucktes aber unverdauliches Fell wieder hervorwürden zu können, welches durch eigenes Putzen heruntergeschluckt wurde. Ganz nebenbei sorgt die Aufnahme des Grases für die Versorgung mit dem wasserlöslichen Vitamin Folsäure, welches für die Blutbildung benötigt wird, sowie für eine tägliche Dosis Vitamin C. Katzenminze: Katzen lieben es. Sie werden geradezu magisch von der Katzenminze angezogen. Ob Blüten oder Blätter des prachtvoll lilafarbenen Minzstrauchs, Katzen reiben sich liebend gerne daran und lassen es sich durchaus auch schmecken. Die in der Katzenminze enthaltenden Wirkstoffe Actinidin und Nepetalacton wirken euphorisierend und berauschend, so dass die Beliebtheit unter den Samtpfoten keinesfalls verwunderlich ist. Neben einem positiven Gemüt können jedoch auch der Spieltrieb und der Bewegungsdrang angeregt werden. Gerade für Katzen die in der Wohnung gehalten werden, ist Bewegung und Spiel von hoher Bedeutung, um Fettleibigkeit entgegenzuwirken. Die Katzenminze stellt somit für alle beteiligten einen echten Allrounder dar: Sie profitieren von der lila Farbenpracht und Ihre Katze fühlt sich rundum katzenwohl! Schönpolster: Als Alternative zu den oben genannten Keimgräsern, kommt das sogenannte kriechende Schönpolster in Frage, welches ganz einfach im Zoofachgeschäft in ungespritzter Form zu erwerben ist. Ihre Katze kann sich an einem ausgelassenen Knabberspaß erfreuen, während Sie eine sehr dekorative Zimmer- und Balkonpflanze genießen können. Farbtupfer für Balkon und Garten: Um neben den genannten Grün- und Kräuterpflanzen auch die bunte Blütenpracht auf Ihrem Balkon nicht zu vernachlässigen, können Sie aus einer Vielzahl an blühenden Frühjahrs- und Sommerpflanzen auswählen. Ob die gelb blühende Tagetes, bunt blühende Hornveilchen, ein herrlich duftender Lavendel oder die rot/lila oder blau blühenden Fuchsien, Sie müssen nicht auf Auswahl verzichten. Damit auch Sie die Qual der Wahl haben, lässt sich die Liste noch deutlich verlängern. Denn auch Gänseblümchen, Stiefmütterchen, Margeriten, Petunien, Kapuzinerkresse, Sonnenblumen, Orangen- und Zitronenbäume und Nelken sind für Ihre Samtpfoten unbedenklich. Mit diesen Dauerbrennern bringen Sie auch als Katzenliebhaber die blühende Farbenpracht auf Ihren Balkon und können gemeinsam mit Ihrem Stubentiger den Sommer rundum genießen. Bildnachweis: 123rf/Vicushka