Welche Pflanzen eignen sich im Winter für den Blumenkasten?

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, viele Pflanzen haben bis zuletzt unermüdlich auf unseren Balkonen geblüht, um uns den Herbst so farbenfroh wie möglich zu machen. Jetzt ist es Zeit, Kübel und Blumenkästen ins Haus zu holen und bis zum nächsten Frühling zu lagern, oder? Nein, ganz und gar nicht! Auch der Winter hat die ein oder andere Pflanze zu bieten, die keine Spur von Tristheit auf dem Balkon zulässt. Mit diesen frostfesten Winterpflanzen zaubert ihr einen hübschen winterlichen Balkon, der zum Verweilen bei Glühwein oder einer Tasse heißer Schokolade einlädt.


Hornveilchen

Hornveilchen gibt es in den unterschiedlichsten Blütenfarben © Blumixx

  1. Hornveilchen
  2. Christrose
  3. Schneeheide
  4. Skimmie
  5. Scheinbeere

Hornveilchen/Winterveilchen

Hornveilchen (Viola cornuta) können, wenn sie im Herbst gepflanzt werden, auch den Winter über blühen. Die allermeisten Sorten sind frostfest bis -15°C. Insbesondere die als Winterveilchen bezeichnete Sorte „Ice Babies“ eignet sich perfekt für einen blühenden Balkon während der kalten Wintertage, denn sie hält starken Frost besonders gut aus. An milden Wintertagen blühen die „Ice Babies“ unermüdlich und können Gärten und Balkone in ein farbenfrohes Blütenmeer verwandeln. Selbst nach langen Frostperioden beschenken uns die Winterveilchen mit neu austreibenden Blüten. Die beste Pflanzzeit ist Ende Oktober, wenn die Tage kühler werden. Solange noch kein Frost besteht, können Hornveilchen sogar noch bis Ende November gepflanzt werden. Als Standort bevorzugen sie einen sonnigen bis höchstens halbschattigen Platz mit sandig-lehmigem Substrat.

Christrose

Christrose © huandi / 123RF.com

Christrose

Christrosen (Helleborus niger) schmücken im Winter viele Balkone, Terrassen und Hauseingänge, denn sie blühen trotz Schnee und klirrender Kälte. Die schneeweißen Blüten der auch Schneerose genannten Staude entfalten sich im Dezember und blühen bis in den Februar hinein. Christrosen können problemlos mit Frost umgehen und, wenn gut gepflegt, sogar bis zu 30 Jahre alt werden! Am besten pflanzt man sie im späten Herbst, damit sie noch genug Zeit zum Einwurzeln haben, bevor die erste Frostperiode kommt. Als Standort wäre ein schattiger bis halbschattiger Platz ideal. Außerdem sollte das Substrat ausreichend kalkhaltig sein, denn sonst fällt die Blüte eher spärlich aus.

magazin die schneeheide

Schneeheide

Die Schneeheide (Erica carnea) wird wegen ihrer im Winter liegenden Blütezeit auch Winterheide genannt. Meistens blüht sie von Januar bis April, manchmal sogar schon ab Dezember. Die Blüten können in den Farben Weiß und Rosa in verschiedenen Intensitäten erstrahlen. Bei der Standortwahl bevorzugt die Winterheide sonnige Plätze, kommt aber auch im Halbschatten zurecht. Schneeheiden mögen einen Boden mit saurem bis schwach alkalischen pH-Wert. Dabei sollte das Substrat sandig bis lehmig sein.

Durch ihre frühe Blütezeit ist die Schneeheide außerdem eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten. Dekorativ und bienenfreundlich!

Skimmie

Die Skimmia japonica ist eine sehr pflegeleichte und frostharte Pflanze, die uns das ganze Jahr erfreuen kann. Im Spätsommer bilden sich hübsch anzusehende, meist braun-rote Blütenknospen, die den Winter überdauern und im folgenden Frühjahr aufblühen. Aus den weiblichen Blütenständen bilden sich im Herbst nach der Befruchtung knallrote Beeren, die den ganzen Winter über an der Pflanze hängen bleiben. Daher ist die Skimmie hierzulande besonders als Winterschmuck beliebt. Doch auch mit ihren immergrünen Blättern sorgt sie für grüne Freude in Gärten und auf Balkonen.

Fun fact: Die Skimmia japonica ist zweihäusig. Das bedeutet, dass eine Pflanze entweder nur männliche oder weibliche Blüten trägt. Die weiblichen Blüten können Früchte bilden, während die männlichen Blüten nur Pollen zur Befruchtung liefern. Daher werden weibliche Skimmien auch Frucht-Skimmien und männliche Individuen Blüten-Skimmien genannt.


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Scheinbeere © Blumixx

Scheinbeere

Von Juli bis August blüht die Scheinbeere mit rosa oder weißen glockenförmigen Blüten, die gerne von Insekten angeflogen werden. Botanisch sind die wie Beeren aussehenden Früchte von Gaultheria procumbens eigentlich keine Beeren, sondern Kapselfrüchte. Daher der Name Scheinbeere. So oder so schmücken die zahlreichen Früchte unsere Balkone den Winter über und vertreiben mit Scharlachrot, Rosa oder elegantem Weiß jegliche Tristheit. Scheinbeeren sind komplett winterhart und brauchen nur bei sehr starkem Frost etwas Winterschutz auf dem Balkon. Der Fruchtschmuck bleibt in der Regel bis in den Frühling erhalten.

Fun fact: Aus den Blättern der Scheinbeere lässt sich das sogenannte Wintergrün-Öl gewinnen, welches als Aromastoff für Minzgeschmack z.B. in Kaugummis genutzt wird. Zerreibt ihr die Blätter zwischen den Fingern, könnt auch ihr das zarte Minzaroma wahrnehmen.
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