Katzen in der Balkonsaison: Welche Pflanzen sind giftig und welche ungiftig?

Die Balkonsaison nähert sich mit großen Schritten, die Tage werden länger und die Sonne grinst ab und zu zwischen der dicken Wolkendecke hervor und schenkt uns ein paar warme Strahlen. Nicht nur für uns beginnt die Balkon- und Gartensaison  nein, auch bei unseren Stubentigern werden die Frühlingsgefühle geweckt. Höchste Zeit herauszufinden, welche Balkonpflanzen für unsere Lieben giftig und welche schmackhaft und bekömmlich sind. 

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© Vicushka/ 123RF.com

Hierauf solltest du als Katzenbesitzer:in lieber verzichten

Tulpen und Narzissen

Diese beim Menschen beliebten Frühlingsblumen sind bei Katzen leider alles andere als beliebt. Gefährlich sind hierbei vor allem die Zwiebeln, die Brechkrämpfe und Magenkrämpfe bei unseren Stubentigern auslösen können. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum Atemstillstand kommen.

Alpenveilchen

Ähnlich sieht es mit dem allseits bekannten rosaroten Alpenveilchen aus. Hier ist es besonders die Knolle, die als unbekömmlich gilt und zu Brechdurchfällen und Magenbeschwerden führen kann. Eine hohe Dosis kann hier auch Atemstillstand und Herz-Kreislauf-Versagen hervorrufen.

Primeln 

Besonders beliebt und eine kunterbunte Farbenpracht im Frühling sind Primeln. Bei ihnen gelten der Kelch und der Blütenstiel als besonders giftig. Der hierin enthaltene Wirkstoff Primin ist ein Kontaktallergen, das bereits bei Berührung der Drüsenhaare zu Entzündungen und Reizungen bis hin zu Pusteln auf der Haut führen kann. Wird die Primel gefressen, kann sich die Vergiftung bei unseren Stubentigern durch Erbrechen, Durchfall sowie Rötungen der Mundschleimhaut äußern.

Wandelröschen

Die sich während der Blütezeit verändernden Wandelröschen sind nicht ohne Grund sehr beliebt auf unseren Balkonen. Dennoch ist für Katzenhalter:innen Vorsicht zu wahren. Die Giftstoffe sind in allen Pflanzenkomponenten enthalten, besonders stark jedoch in den dunkelschwarzen Früchten, die sich ab September bilden. Dabei wirkt das Gift „phototoxisch“, d.h. Vergiftungssymptome treten durch das Zusammenspiel mit Sonneneinstrahlung auf und zeigen sich durch Gelbfärbung der Schleimhäute (Leberschädigung), Verstopfung, Lichtempfindlichkeit, aber auch durch Hautausschläge.

Geranien

Mit über 400 verschiedenen Geranienarten erfreuen uns viele Balkone an ihrer vielfältigen Farbenpracht. Besonders für Nagetiere wie Hamster, Meerschweinchen und Kaninchen sind sämtliche Bestandteile der Pflanze giftig. Bei unseren vierbeinigen Samtpfoten hingegen, gehen die Meinungen auseinander. Um sicherzugehen, solltest du jedoch auch hier auf die Anschaffung verzichten und auf ungiftige Alternativen zurückgreifen. Die Liste ließe sich noch lange weiterführen, denn leider ist der Großteil unserer Zierpflanzen als giftig einzuordnen. Hier findest du noch weitere Balkonpflanzen, die für deine Katze giftig sind:

• Lilien

• Krokusse

• Hortensien

• Vanilleblumen

• Christrosen

• Oleander

Bei der Gestaltung deines Balkons sollte somit auf jeden Fall sichergestellt werden, dass die auserwählten Pflanzen und Blumen für deine Tiere ungefährlich sind, sodass alle gemeinsam einen wunderbaren Sommer genießen können.

Unser Tipp für deinen Balkon:

Du willst nicht auf die blühende Farbenpracht auf deinem Balkon verzichten? Blumenampeln können helfen, deine Blumenwünsche und die Gesundheit deiner Katze miteinander zu vereinbaren. Durch die hängende Blütenpracht wird sichergestellt, dass deine Kätzchen nicht an die giftigen Pflanzen herankommen und sich so auch nicht vergiften.

Unbeschwertes Katzenleben auf deinem Balkon – Ungiftige Balkonblumen

Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl an Pflanzalternativen, die auch Katzenliebhaber:innen bedenkenlos auf ihren Balkon oder in ihren Garten einziehen lassen können.

Küchenkräuter

Ob MelisseThymian, Petersilie, Basilikum, Dill, Kerbel, Minze, Majoran oder Salbei: Jegliche Küchenkräuter sind auch für deinen Vierbeiner ungefährlich und sorgen neben betörenden Düften für eine grüne Fülle auf deinem Balkon sowie für ganz besondere Köstlichkeiten in deiner Küche.

Katzengras

Katzengräser wie beispielsweise Getreideschösslinge aus Weizen, Roggen, Gerste und Hafer sind einfach selbst zu züchten und gleichzeitig frei von Bioziden und Pestiziden. Katzengras unterstützt Katzen dabei, heruntergeschlucktes, aber unverdauliches Fell wieder hervorwürgen zu können, welches durch das eigene Putzen heruntergeschluckt wurde. Ganz nebenbei sorgt der Verzehr des Grases für die Aufnahme des wasserlöslichen Vitamins Folsäure, das für die Blutbildung benötigt wird, sowie für eine tägliche Dosis Vitamin C.

Katzenminze

Katzen lieben sie. Sie werden geradezu magisch von der Katzenminze angezogen. Ob Blüten oder Blätter des prachtvollen lilafarbenen Minzstrauchs, Katzen reiben sich liebend gerne daran und lassen es sich durchaus auch schmecken. 

Die in der Katzenminze enthaltenden Wirkstoffe Actinidin und Nepetalacton wirken euphorisierend und berauschend, sodass ihre Beliebtheit unter den Samtpfoten keinesfalls verwunderlich ist. Neben einem positiven Gemüt können jedoch auch der Spieltrieb und der Bewegungsdrang angeregt werden. Gerade für Katzen, die in der Wohnung gehalten werden, ist Bewegung und Spiel von hoher Bedeutung, um Fettleibigkeit entgegenzuwirken. Die Katzenminze stellt somit für alle beteiligten einen echten Allrounder dar: Du profitierst von der lila Farbenpracht und deine Katze fühlt sich rundum katzenwohl!

Passende Katzenminze-Sorten:

Nepeta x faassenii 'Walkers Low'

Nepeta nervosa

Schönpolster (Callisia repens)

Als Alternative zu den oben genannten Keimgräsern kommt das sogenannte Kriechende Schönpolster in Frage, das in ungespritzter Form ganz einfach im Zoofachgeschäft zu erwerben ist. Deine Katze erfreut sich am ausgelassenen Knabberspaß, während du eine sehr dekorative Zimmer- und Balkonpflanze bewundern kannst.


Farbtupfer für Balkon und Garten

Um neben den genannten Grün- und Kräuterpflanzen auch die bunte Blütenpracht auf deinem Balkon nicht zu vernachlässigen, kannst du aus einer Vielzahl an blühenden Frühjahrs- und Sommerpflanzen auswählen. Ob gelb blühende Tagetes, bunt blühende Hornveilchen oder herrlich duftender Lavendel, du kannst deinen Farbwünschen freien Lauf lassen. Damit du die Qual der Wahl hast, lässt sich die Liste noch deutlich verlängern. Denn auch Gänseblümchen, Stiefmütterchen, Margeriten, Kapuzinerkresse, Sonnenblumen und Ringelblumen sind für deine Samtpfoten unbedenklich. Mit diesen Dauerbrennern bringst du auch als Katzenliebhaber:in die blühende Farbenpracht auf deinen Balkon und kannst den Sommer gemeinsam mit deinem Stubentiger rundum genießen.

Weitere Pflanzen, die vermutlich ungiftig für Katzen sind (Eine 100%-ige Garantie kann nicht gegeben werden, da in Deutschland noch keine ausreichenden Erkenntnisse darüber bestehen):

• Dahlien

• Elfensporn

• Erika

• Gelbe Margerite