Geranie – der Tausendsassa am sonnigen Standort

Geranien – auch Pelargonien genannt – kommen ursprünglich aus Südafrika. Ihren Weg nach Europa haben sie im 17. Jahrhundert über die Niederlande gefunden. Zunächst waren sie nur in botanischen Gärten, Adelshäusern und beim reichen Bürgertum zu finden. Dank ihrer guten Vermehrbarkeit und relativen Robustheit verbreitete die Geranie sich dann schnell als beliebte Balkon- und Sommerpflanze.

Auch in der Pharmaindustrie finden Geranien Verwendung: Die Wurzeln der Kapland-Pelargonie helfen bei Atemwegserkrankungen. Schon mal etwas von „Umckaloabo“ gehört? Das heißt aus der Sprache der südafrikanischen Sulu übersetzt nichts anderes als „starker Husten“. Um diesen zu bekämpfen, werden die Geranienwurzeln heute nicht mehr nur in Südafrika eingesetzt.

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© Blumixx

Stehend – hängend - duftend

Man unterscheidet drei Hauptkategorien: Stehende, hängende und duftende Geranien.
Duftgeranien haben eher unauffällige zarte Blüten und ihre Blätter enthalten ätherische Öle in den verschiedensten Duftrichtungen, von schokoladig über zitronig und minzig bis hin zu feinem Orangenaroma. Sie vertreiben Schädlinge und Insekten und dienen der Gewinnung von Duftölen.
Unbehandelte Blätter kannst du in deiner kreativen Küche verwenden. Sie sind essbar und ausgesprochen dekorativ.

Stehende und hängende Geraniensorten gibt es mit gefüllten und ungefüllten Blüten, in den beliebten Farben Rot, Rosa, Pink und Weiß sowie in einer Vielzahl zweifarbiger Blüten. Gefüllte Blüten lieben einen geschützten Standort, da sie bei Nässe sonst leicht verkleben können. Die ungefüllten Sorten sind da unempfindlicher. Das Ausbrechen von Verblühtem erhöht bei allen Geranienarten die Blühfreudigkeit.

Eine klassische und dankbar dauerblühende Kombination bieten stehende und hängende Geranien in einem Blumenkasten. Wählst du die Farben Pink und Rot, dann entwickelt sich ein wahrer Hingucker, wie du ihn sicher schon mit üppigster Blütenpracht an vielen Bauernhäusern gesehen hast.

Nicht nur die Blüten sind es wert, beachtet zu werden. Auch die Blätter variieren in vielen Grüntönen und Größen, selbst panaschierte Blätter setzen die wunderschönen Blüten noch mehr in Szene.

Beim Pflanzen lass etwa 20 cm Platz zwischen den Pflanzen, damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachstum behindern (5 Pflanzen auf 1 m Balkonkasten).

Auch als Hochstamm im Blumenkübel oder in der Hängeampel gepflanzt sehen Geranien bezaubernd aus. Der neueste Trend sind Edelgeranien als Raumschmuck. Aber auch als Schnittblumen in der Vase zeigen sie ihren dekorativen Charakter.


Kombinationskünstler

Stehende und hängende Geranien lassen sich fröhlich bunt oder auch farblich fein abgestimmt mit einer Fülle von Sommerblumen kombinieren. Voraussetzung ist allerdings, dass die Pflanzengesellschaft ähnliche Ansprüche an Feuchtigkeit, Düngung und Sonneneinstrahlung stellt. Ansonsten sind schlechtes Wachstum (wenig Blüten, kleine Blätter) und Pflanzenkrankheiten vorprogrammiert. Geranien sind Starkzehrer, das heißt, sie mögen wöchentliche Düngergaben bzw. die Beimischung eines Düngergranulates schon bei der Pflanzung und tägliches Gießen (keine Staunässe bitte!). Aber auch kurze Trockenphasen überstehen sie klaglos.


Hier einige Vorschläge für gelungene Kombinationen: